Musaik - Grenzenlos Musizieren

Ausgehend von Venezuelas „El Sistema“, einem höchst außergewöhnlichen musikalischen Sozialprogramm, haben sich in den letzten Jahren auch in den meisten europäischen Ländern ähnliche Initiativen entwickelt.

Gemeinsames Ziel ist es, jungen Menschen, die sonst kaum Zugang zu musikalischer Bildung hätten, eine hochwertige, kostenfreie Ausbildung zu ermöglichen und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, aber in besonderem Maße damit auch ihre soziale Integration und kulturelle Teilhabe zu fördern. Musaik möchte ein El Sistema inspiriertes Projekt in Deutschland aufbauen.

 

Projektinitiatorinnen:

Luise Börner, geboren und aufgewachsen in Dresden, studierte von 2007-2013 an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden im Diplom-Studiengang Violine Musikpädagogik und Elementare Musikpädagogik/Rhythmik. Nach ihrem Studium lebte und arbeitete sie ehrenamtlich zwei Jahre in Peru (Schuljahr 2013/14 und 2015/16) in dem sozialen Musikprojekt „Arpegio“, welches nach dem Vorbild des venezolanischen Programms „El Sistema“ entwickelt wurde. 

Deborah Oehler, geboren in Berlin und aufgewachsen in Meißen, absolvierte 2016 den Bachelor Cellopädagogik und Musik auf Lehramt an der Hochschule für Musik Dresden. Zur Zeit setzt sie das Studium im Masterstudiengang an derselben Institution fort (voraussichtlicher Abschluss August 2019). Seit dem zweiten Studienjahr hat sie eine Honoraranstellung als Cellolehrerin am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden, wo sie neben dem Instrumentalunterricht auch in verschiedenen Orchestern und Ensembles der Musikschule mitwirkt.

Weitere Informationen:

musaik-dresden.blogspot.de

KiWi - Kinderwelt in HELLERAU

Eine interkulturelle Reihe für Kinder und ihre Familien von HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden in Kooperation mit dem Interkulturellen Musikforum Sachsen

KiWi ist die neue interkulturelle Reihe für Kinder ab fünf Jahren und ihre Familien am Festspielhaus Hellerau. Alle zwei Monate werden neue Klänge, Rhythmen oder Tanz ganz unterschiedlichen Ursprungs vorgestellt. Gemeinsam soll die kulturelle Vielfalt unserer Welt entdeckt – und vor allem mitgemacht werden, wenn Musik gespielt oder getanzt wird! 

In Kooperation mit dem Interkulturellen Musikforum Sachsen. 

 http://www.hellerau.org/kiwi

 

 

Symposium "Kulturelle Vielfalt in der Musikpädagogik"

Vom 21. – 23. Oktober 2016 fand in Dresden ein Symposium zum Thema „Kulturelle Vielfalt in der Musikpädagogik“ statt, das sich auf vielfältige Weise mit den Fragen der interkulturellen Musikpädagogik und Musikvermittlung auseinandersetzte.

Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam neue Wege und Methoden, die den Wissens-, Erfahrungs-, und Praxishorizont erweitern und das »interkulturelles Portfolio« bereichern, zu erkunden. Dabei ging es sowohl um die musikalisch-stilistischen als auch um die didaktisch-pädagogischen Besonderheiten der jeweiligen Kulturen, die sich im musikpädagogischen Alltag widerspiegeln. Zahlreiche Experten waren eingeladen, um mit Ihnen gemeinsam über ihre Erfahrungen, neue Erkenntnisse und musikpädagogische Ansätze zu diskutieren. Das Symposium bot somit eine Plattform zum Ideenaustausch und für Projektvorstellungen – und wollte vor allem eines tun – Musik sprechen lassen!

Die Eröffnung der Veranstaltung erfolgte am Freitag, den 21.10.2016 in der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber durch die Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Es folgten im Anschluss Impulsreferate von Prof. Dr. Dorothee Barth (Osnabrück), Peter Birkenhauer (Dresden) und Prof. Dr. Raimund Vogels (Hannover), eine Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Wolfgang Lessing (Dresden) und ein Konzert mit dem Chor Singasylum, der Banda Internationale, dem Duo Kratschkowski, Ali Pirabi, Grigor Shagoyan und Sam A. Jarju. Am Samstag, den 22. Oktober fand – ebenfalls an der Hochschule – ein Workshoptag statt, bei dem die Teilnehmer in kleinen Gruppen unterschiedliche Themengebiete wie beispielsweise „Arabische Lieder für die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter“ oder „Interkulturelle Praxis mit Musikinstrumenten aus aller Welt“ behandelten und praktisch erprobten. Der 23. Oktober trug den Titel „Aktionstag Ensemble“ und fand am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden statt. Hier musizierten Ensembles und Kammermusikgruppen aus verschiedenen Musikschulen u.a. mit türkischen, russischen, armenischen und syrischen Musikern zusammen und lernten verschiedene Instrumente, Stile und Klänge kennen.

Film zur Veranstaltung

 

 

Interkulturelles Chorprojekt Singasylum

Wir sind eine Initiative von Studierenden, die seit knapp einem Jahr ein wöchentliches Chorprojekt für Asylsuchende und Anwohner_Innen der Dresdner Stadtteile Leuben, Kleinzschachwitz, Prohlis, Niedersedlitz und Laubegast organisieren. Mit unserem Projekt haben wir uns zum Ziel gesetzt mehr Begegnung in Dresden zu fördern und insbesondere für die Geflüchteten einen Raum zu schaffen, der ihren Stadtteil trotz der regelmäßigen Anfeindungen lebenswerter machen soll. Das Repertoire setzt sich dabei aus den Liedvorschlägen der Teilnehmenden zusammen, sodass wir bereits auf Somali, Tigrinya, Arabisch, Deutsch, Farsi und Russisch gesungen haben. Mittlerweile geben wir fast jeden Monat Konzerte und sind zu einer kleinen Gemeinschaft herangewachsen, die sich auch außerhalb der Chorproben trifft und Zeit miteinander verbringt.

Singasylum Dresden: Wir treffen uns jeden Montag um 17 Uhr im Putjatinhaus in Kleinzschachwitz - jede/r ist willkommen!

Singasylum Gorbitz: Du bist herzlich zu unseren Proben eingeladen. Wir treffen uns immer montags (19-21 Uhr) in der Begegnungsstätte Asyl-Sozial in Dresden-Gorbitz

Transit room: Eine musikalische Begegnung

eine Lecture-Performance mit Thabet Azzawi, Masoud Gego, Elisabeth Holmer, Wolfgang Lessing, Max Löb Garcia und Akram Younus

Was passiert, wenn ein kolumbianischer Gitarrist, eine deutsche Opern­sängerin, ein Oudspieler und ein Rapper aus Syrien sowie zwei Cellisten (aus dem Irak und aus Deutschland) aufeinander­treffen?

Begegnen sich hier „unter­schiedliche Kulturen“? Oder sind es nicht zunächst einmal - und vielleicht in erster Linie - sechs unterschiedliche Persönlichkeiten mit unverwechselbaren musikalischen Erfahrungen und Vorlieben? Sechs Persönlichkeiten, die jeweils eigene Vorstellungen von Musik, vom Musizieren und vom gemeinsamen Proben besitzen? Was passiert während des Arbeitsprozesses? Kommt es zu Vermischungen und Überlagerungen unterschiedlicher Idiome? Werden die Musiker gezwungen, Rollen zu übernehmen, die sie bislang noch nicht kannten (und die ihnen womöglich Schwierigkeiten bereiten)? Wo verläuft für den Einzelnen die Linie zwischen Experimen­tier­freude und der Preisgabe der eigenen künstlerischen Identität?

In einer Zeit, in der permanent von Integration und kulturellen Differenzen die Rede ist, startet Transit place einen Feldversuch, in dem dokumentiert wird, was eine Begegnung zwischen unter­schiedlich sozialisierten Musikern konkret bedeuten kann. Wir folgen dabei der Überzeugung, dass es nicht nur die Er­fahrungen, Kompetenzen und Potenziale sind, die unsere künstle­rische Persönlichkeit ausmachen, sondern ebenso auch unsere Grenzen. Aber vielleicht besitzt ja gerade das Akzeptieren dieser Grenzen eine Schwungkraft, aus der künstlerisch Neues entstehen kann?
Mit „transit room“ haben wir ein Format entwickelt, bei dem nicht nur ein Resultat präsentiert wird, sondern ebenso auch der Arbeitsprozess, der zu diesem Resultat führte. Dabei haben wir mit der Filmemacherin Barbara Lubich zusammengearbeitet, die diesen Prozess filmisch begleitete und daraus eine Dokumentation schuf, die im Konzert den live-Resultaten gegenübergestellt wird.

KlangHütte Dresden

Das Projekt KlangHütte Dresden verbindet musikalische, ökologische und interkulturelle Praxis und Theorie. Workshops zum Spielen und Bauen von Musikinstrumenten aus aller Welt, Projekt- und fächerverbindender Unterricht, Mitmach-Konzerte, Lecture Demonstrations, Auslandsreisen und Klang-Camps werden weltweit durchgeführt. Die Musikinstrumentensammlung steht zum Ausprobieren und Spielen zur Verfügung. Klangobjekte zum Hören und Spielen für den öffentlichen und privaten Raum werden individuell geplant und ausgeführt.

Buch "Klänge aus der Natur - akustische Ökologie und das Spiel mit elementaren Musikinstrumenten" Drachen Verlag 2009

Kontakt: Hannes Heyne

Email: KlangHuette@web.de

Web: www.klanghuette.de

Film zum Symposium

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